Dein Glaube ist deine einzige Grenze | Folge 2


 „Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn aus ihm entspringen die Quellen des Lebens.“
Du und ich leben also nicht in der gefallenen Natur dieser Welt. Wir leben in unserer Reaktion auf die gefallene Natur dieser Welt.
Ergibt das Sinn?
Das Leben stellt uns vor alle möglichen Probleme. Du und ich reagieren auf diese Probleme entsprechend der Art und Weise, wie wir uns selbst zu denken angewöhnt haben.
Nun, Gott hat ein System. Zitieren wir einfach einige weitere Bibelverse. Gott sagt: „Größer ist der, der in euch ist, als der, der in der Welt ist.“ „Keine Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll Erfolg haben.“ „Du wirst nur das Haupt sein und nicht der Schwanz.“ „Du wirst nur oben sein und nicht unten.“ „Gesegnet bist du beim Hineingehen und gesegnet beim Hinausgehen.“
Gott gibt uns all diese Verheißungen. Wenn ich sie in wenigen Worten zusammenfassen müsste, würde ich sagen: Es funktioniert.
Er sagt jedoch niemals, dass es ohne Widerstand funktioniert.
Wir leben in einer gefallenen Welt. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben. Aber entscheidend ist, wie wir auf die Dinge reagieren. Und unsere Reaktion steht immer im Zusammenhang mit der Art und Weise, wie wir denken.
Angenommen, du bist vierzig Jahre alt – ich nenne einfach irgendeine Zahl – und dein ganzes Leben lang hattest du finanzielle Schwierigkeiten. Wirst du dann innerlich mit der Überzeugung leben, dass es „mehr als genug“ gibt, oder mit dem Gedanken: „Es reicht nicht“?
Diese innere Denkweise des Mangels wird nun die Entscheidungen bestimmen, die du triffst.
„Ich muss dafür sorgen, dass ich genug habe.“
Moment mal. Ist Gott nicht mehr als genug?
„Ja, aber ich muss trotzdem sicherstellen, dass ich genug habe.“
Siehst du? Wir haben uns selbst darauf trainiert zu denken, dass wir nicht genug haben werden.
Genau das habe ich am Sonntag gesagt. In den meisten Gemeinden wird über den Samen gepredigt: Säe einen Samen, um eine Ernte zu erhalten. Aber wenn deine Denkweise über den Samen falsch ist, wirst du die Ernte zerstören, bevor sie dich überhaupt erreicht.
Es gibt viele Christen, die nicht im Fluss dessen leben, was zu ihnen zurückkommt. Deshalb müssen wir diese Dynamik verändern.
Dann lesen wir in Jeremia Kapitel 17, dass unser Handeln aus dem hervorgeht, was in unserem Herzen ist.
Es ist deshalb nicht schwer, Menschen zu beobachten und zu erkennen, wovon sie geprägt sind. Denn sie haben eine bestimmte Denkweise in ihrem Herzen, und auf dieser Grundlage handeln sie.
Sie sehen etwas, das ein wenig zu teuer ist, und sagen sofort:
„Oh, das würde ich niemals dafür bezahlen!“
Was sagt uns das?
Dass diese Person arm denkt.
Ich meine nicht, dass sie kein Geld in der Tasche hat. Sie mag Geld haben. Aber sie besitzt eine Armutsmentalität.
Komm doch einfach nach vorne und beende die Predigt für mich. Ich ziehe dich nur ein bisschen auf.
Schlagt Lukas Kapitel 6 auf.
Wir denken oft, dass unsere guten Absichten ausreichen. Unsere Absicht ist es, Gott nachzufolgen. Unsere Absicht ist es, in den Himmel zu kommen.
Doch die meisten Menschen erkennen nicht, wie mächtig das Herz ist.
Es bestimmt, was du tust.
Es bestimmt, worüber du nachdenkst.
Hat hier schon einmal jemand einen Menschen mit einer Opfermentalität kennengelernt?
Ist euch aufgefallen, dass Menschen mit einer Opfermentalität alles so sehen, als würde es ihnen persönlich widerfahren?
Natürlich gibt es Dinge, die einfach passieren. Sie passieren, weil Menschen töricht handeln oder weil das System fehlerhaft ist. Manche Dinge passieren einfach.
Aber ein Mensch mit einer Opfermentalität betrachtet all das so, als richte es sich gegen ihn persönlich.
Wenn du durchs Leben gehst und glaubst, dass alle Menschen dir schaden, dich aufhalten oder gegen dich arbeiten wollen – wie willst du dann in Gottes „Mehr-als-genug“ leben?
Das kannst du nicht.
Du hast dich selbst in diesem Denken gefangen gesetzt.
Und worüber denkt so ein Mensch den größten Teil des Tages nach?
Über das, was ihm passiert ist.
Über das, was andere ihm antun.
Oder über das, was ihm noch passieren könnte.
Er ist völlig davon eingenommen.
Tatsächlich ist ein Mensch mit einer Opfermentalität ein hervorragendes Beispiel für jemanden, der glaubt, dass sich das ganze Universum um ihn dreht.
Er erklärt alles, was geschieht, damit, dass andere Menschen daran schuld sind.
„Ich bin da, wo ich heute bin, wegen anderer Menschen oder wegen bestimmter Umstände.“
Dabei gibt es unzählige Beispiele von Menschen, die die schlimmsten Umstände überwunden haben.
Ich erwähne oft George Washington Carver.
Wenn jemand im Leben alles gegen sich hatte, dann er.
Und dennoch hielt ihn das nicht auf.
Was sagt uns das?
Es sagt uns, dass du und ich die Kraft haben, alles zu überwinden.
Veränderung geschieht durch die Erneuerung des Denkens.
Es gibt viele Menschen, die wirklich von Neuem geboren sind, und doch hat sich in ihrem Leben nichts verändert.
Es gibt viele Menschen, die mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und jeden Tag im Geist beten, aber trotzdem verändert sich nichts in ihrem Leben.
Sie greifen auf geistliche Quellen zu, die viel mehr bewirken könnten, als sie tatsächlich erleben.
Es ist wie mit meinem iPhone.
Ich habe es jetzt nicht dabei, aber dieses iPhone kann wahrscheinlich tausendmal mehr, als ich jemals nutze.
Die meisten von uns verwenden es zum Telefonieren, für Nachrichten und für GPS.
Die Rechenleistung eines modernen Smartphones übertrifft die Computer, die für das Apollo-Programm verwendet wurden, bei Weitem.
Damals war man noch stark auf menschliche Genialität angewiesen – auf Menschen, die riesige mathematische Berechnungen von Hand an großen Tafeln ausführten.
Falls ihr den Film Hidden Figures noch nicht gesehen habt, solltet ihr ihn unbedingt ansehen.
Es ist ein wirklich hervorragender Film.
Er handelt von den brillanten Köpfen hinter diesen mathematischen Berechnungen, die die Raumfahrt überhaupt erst möglich machten.
Schlagen wir nun Lukas 6,45 auf.
„Ein guter Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor; und ein böser Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor. Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“
Wisst ihr, dass es einen Weg gibt zu erkennen, ob jemand gut oder böse ist? Die Bibel zeigt es uns.
„Ein guter Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor.“
Woher bringt er es hervor?
Aus seinem Herzen.
Er tut Gutes, weil sein Herz mit Gutem erfüllt ist.
„Ein böser Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor.“
Und dann heißt es:
„Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“
Über das Reden werden wir noch sprechen. Das ist mein zweiter Punkt, auf den ich heute Abend allerdings nicht näher eingehen werde.
Heute beschäftigen wir uns mit dem Herzen und damit, wie ein Mensch in seinem Herzen denkt.
Die Gedanken deines Herzens bringen die Worte deines Mundes hervor.
Sie bestimmen auch, wohin es dich zieht.
Hattest du jemals so ein „Etwas“, zu dem es dich immer wieder hingezogen hat?
Versteht ihr, was ich meine?
Wie oft habt ihr daran gedacht?
Sehr oft.
Karina sagte, dass es bei ihr 99,9 Prozent ihrer Gedanken eingenommen hat.
„Wie ein Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er.“
Wir alle wissen, dass wir, wenn es etwas in unserem Leben gab, von dem wir loskommen mussten, ständig darüber nachdachten.
Wie bekomme ich es?
Wann bekomme ich es wieder?
Wie muss ich alles organisieren, damit ich es bekomme?
Es spielt überhaupt keine Rolle, was dieses „Etwas“ war.
Es hätte sogar ein Lutscher sein können.
Aber plötzlich hast du eine Art eingebautes Navigationssystem in deinem Kopf.
Ich hörte einmal einen Prediger erzählen:
„Es spielt keine Rolle, in welcher Stadt wir sind. Man könnte uns in einer Stadt absetzen, in der wir noch nie gewesen sind, und meine Frau würde sofort sagen: 'Hier links. Jetzt rechts. Ich wusste doch, dass hier ein Einkaufszentrum ist. Lass uns einkaufen gehen.'“
Wenn du etwas wirklich willst – kommt schon!
Stell dir vor, man setzt dich in einer völlig fremden Stadt aus.
Wie lange würde es dauern, bis du herausgefunden hättest, wo sich dein 'Etwas' befindet?
Nicht lange.
Du würdest es herausfinden.
Du würdest wissen, wohin du gehen musst.
Wie viele von euch verstehen, was ich sagen will?
Gut.
Wenn das im negativen Bereich funktioniert, warum sollte es dann nicht auch im positiven Bereich funktionieren?
Wenn Gott das Verlangen unseres Herzens wäre, könnten wir dann nicht den Schatz finden, den Er für uns bereitet hat?
Könnten wir nicht die Versorgung finden, die Er bereits für uns vorbereitet hat?
Könnten wir nicht wissen, wo sie zu finden ist?
Alles, was auf negativer Ebene funktioniert, müsste doch auf positiver Ebene ebenfalls funktionieren – und sogar noch stärker.
Also kommen wir wieder auf die Gedanken unseres Herzens zurück.
Auf das, worüber wir nachdenken.
Denn genau das wird schließlich aus unserem Mund hervorkommen.
Was in deinem Herzen ist, wird deine Gedanken am meisten beschäftigen.
„Wie ein Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er.“
Schließlich wirst du es aussprechen.
Und schließlich wirst du danach handeln.
Wenn wir also die Offenbarung von Gottes Überfluss erleben wollen, dann ist das Erste, woran wir arbeiten müssen, unser Denken.
Später werden wir über Gottes System von Saat und Ernte sprechen.
Aber schon bevor du gibst, hast du bestimmte Gedanken.
Und nachdem du gegeben hast, hast du ebenfalls Gedanken.
Wie oft vernichtest du deinen eigenen Samen?
Wie oft gibt Gott dir eine Gelegenheit, und dein Mund beginnt zu murren, weil dein Herz nicht dahintersteht und du denkst, dass es eigentlich anders laufen sollte?
Was wäre, wenn die Ernte viel größer wäre als die Not, die du gerade hast?
Deshalb muss ich zuerst an meinem Denken arbeiten.
Aus dem Schatz unseres Herzens entsteht das Ergebnis unseres Lebens.
Es spielt keine Rolle, wie viele Bibelverse du auswendig gelernt hast.
Entscheidend ist, worüber du nachdenkst und wie du darüber denkst.
Petrus hat vorhin etwas gesagt.
Eigentlich war es nicht einmal ein Gebet.
Er sagte:
„Ich weiß, dass ich Samen habe. Deshalb ist meine Ernte bereits da draußen. Sie wird kommen.“
Es gibt einen Punkt, an dem man so sehr im Fluss Gottes lebt, dass man nicht ständig darum kämpfen muss, etwas zu empfangen.
Die Bibel sagt zwar:
„Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.“
Natürlich sollen wir Gott um das bitten, was wir brauchen.
Aber Empfangen sollte nicht nur von einem Gebet abhängen.
Wir sollten eine Erwartungshaltung haben.
Eine Denkweise, die davon ausgeht, dass Gottes Versorgung sich ständig in unserem Leben offenbart.
Wenn das Säen für mich wertvoller wird als das bloße Arbeiten...
Ja, Arbeit versorgt uns.
Ja, Arbeit gibt uns die Möglichkeit zu säen.
Aber im Säen liegt ein Fluss Gottes, der die gesamte Dynamik unseres Lebens verändern kann.
Wenn du von der Ernte des gesäten Samens lebst, welche Macht hat dann die Inflation über dich?
Gar keine.
Denn die Ernte ist ausreichend.
Es spielt keine Rolle, was um dich herum geschieht.
Was wäre, wenn die Steuern erhöht würden?
Ich wünsche mir das nicht.
Aber selbst wenn sie auf neunzig Prozent steigen würden –
könnte Gott dich nicht mit den verbleibenden zehn Prozent versorgen und dir trotzdem mehr als genug geben?
Gott ist nicht den natürlichen Umständen unterworfen.
„Passt euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch durch die Erneuerung eures Sinnes verwandeln.“
Das bedeutet: Ändert eure Denkweise.
Dann werdet ihr erkennen und erfahren, was der gute, wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
Und was ist Gottes Wille für uns?
Überfluss.
Mehr als genug Frieden.
Mehr als genug Gesundheit.
Mehr als genug Finanzen.
Mehr als genug in jedem Bereich unseres Lebens.
Deshalb sagte Petrus ... Ich habe die Stelle zwar nicht auf der Leinwand, aber schlagt 2. Petrus, Kapitel 1, auf.
Das ist eine meiner Lieblingsstellen in der Bibel. Für mich war sie einmal eine echte Offenbarung.
Beginnen wir mit Vers 2:
„Gnade und Friede werde euch mehr und mehr zuteil durch die Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn.“
Wie werden Gnade und Friede vermehrt?
Durch die Erkenntnis Gottes.
Nicht einfach dadurch, dass wir wissen, dass Gott existiert, sondern dadurch, dass wir verstehen, wie Gott handelt.
Je mehr ich verstehe, wie Gottes System funktioniert, desto mehr Gnade und Friede werden sich in meinem Leben entfalten.
Nun Vers 3:
„Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zur Gottseligkeit dient ...“
Wie viel hat Gott uns gegeben?
Alles.
Alles, was zum Leben und zur Gottseligkeit gehört.
Nun entscheidest du selbst, welche Art von Leben du führen möchtest.
Du entscheidest selbst, was für dich „genug“ bedeutet.
Gott hat uns bereits alles gegeben, was wir für das Leben und die Gottseligkeit brauchen.
Zur Gottseligkeit gehört auch die Fähigkeit, Gott zu dienen und das zu tun, wozu Er uns berufen hat – ein Leben im „Mehr als genug“.
Wie geschieht das?
Durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat.
Auch hier sehen wir wieder denselben Grundsatz:
Je besser ich Gottes System verstehe, desto mehr werde ich seine Versorgung erleben.
Ich kenne einen Mann, der das einmal praktisch ausprobierte.
Er wollte von Gottes Versorgung leben und nicht von seinem Gehalt.
Also sagte er seiner Gemeinde:
„Hört auf, mir Gehalt zu zahlen. Ich werde euch sagen, wann ihr wieder damit anfangen könnt.“
Mehrere Monate lang erhielt er überhaupt kein Gehalt.
Er vertraute einfach darauf, dass Gott ihn versorgen würde.
Er wollte sich selbst beweisen, dass man tatsächlich von Gottes Versorgung leben kann.
Jetzt erzähle ich euch noch eine zweite Geschichte über denselben Mann.
Die wird euch gefallen.
In seiner Gemeinde gab es mehrere Ehepaare, bei denen beide arbeiteten.
Einige Familien kamen zu ihm und sagten:
„Wir wünschen uns, dass die Mutter zu Hause bei den Kindern bleiben kann.“
Daraufhin begann er ihnen anhand der Bibel zu zeigen, dass Gott mehr als genug geben kann.
Warum glauben wir heute, dass man unbedingt zwei Einkommen braucht, um überleben zu können?
Weil die Welt uns das beigebracht hat.
Und wir haben es geglaubt.
Noch einmal:
Du selbst bestimmst, was für dich „genug“ bedeutet.
Ich sage nicht, dass jeder genau so leben muss.
Ich erzähle lediglich ein Zeugnis.
Mehrere Familien gingen schließlich von zwei Einkommen auf nur eines über.
Die Mütter konnten zu Hause bleiben und sich um ihre Kinder und ihre Familien kümmern.
Hat das jetzt jemanden schockiert?
Ich sage nicht, dass jeder das tun muss.
Ich sage nur, dass es möglich ist.
Könntest du Gott so weit vertrauen?
Natürlich ist es leicht, hier zu sitzen und „Ja“ zu sagen.
Aber glaubst du wirklich, dass das möglich ist?
Als Tammy und ich beide gearbeitet haben, hatte ich diesen Glauben noch nicht.
Sie hat das zwar nie gesagt, aber wenn sie damals gesagt hätte:
„Ich möchte aufhören zu arbeiten“,
dann hätte ich wahrscheinlich geantwortet:
„Du möchtest was?
Weißt du eigentlich, wie viel Geld du verdienst?
Und was ist mit der Krankenversicherung?
Nein, du wirst noch vierzig Jahre arbeiten.“
Aber genau hier zeigt sich unser Denken.
Unsere Gedanken bestimmen die Grenzen dessen, was wir für möglich halten.
Was erscheint dir so unmöglich, dass du dir nicht einmal vorstellen kannst, Gott könnte es tun?
Genau dort liegt die Grenze deines Glaubens.
Und genau deshalb ist die Erneuerung unseres Denkens so wichtig.
Solange sich dein Denken nicht verändert, wird sich auch dein Leben nicht verändern.

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